Instrumente - TC "Neffeltal" Disternich

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Instrumente

Instrumente des Spielmannszuges

Ursprünglich gehören zu den Spielmannszügen Querpfeifen und Trommeln. Seit den Türkenkriegen werden auch die Lyra, das Becken und der Schellenbaum eingesetzt, weshalb man auch von »türkischer Musik« oder “Janitscharenmusik” spricht.

Der klassische Spielmannszug begnügt sich mit diesen Instrumenten, wobei an Querpfeifen nur die Sopranflöte benutzt wird.

Ein klassischer Spielmannszug mit erweitertem Flötensatz nutzt auch Diskant-, Alt- und Tenorflöten. Auch ein erweitertes Schlagwerk mit zusätzlichen Schlaginstrumenten (große Trommel, Pauke, Stabspiele etc.) kommt immer häufiger zum Einsatz.

Jedoch zeigt sich eine deutliche Entwicklung. Immer mehr Spielmannszüge stellen ihr Instrumentarium total um. Statt der alten Sandnerflöten werden Klappenflöten eingesetzt. Mit Querflöten und Piccoli werden ganz neue Klangfarben erreicht. Der traditionelle Spielmannzugklang ist dadurch stark erweitert worden. Auch Altquerflöten und Bassflöten werden zunehmend in den Orchestren eingesetzt. Ebenso sieht es im Schlagwerk aus. Die “Standard”-Besetzung wurde gewaltig erweitert. Hinzu kommen nun Pauken, Drumset und erweitertes Schlagwerk (Cymbals, Guiro, Congas etc.) Die Stabspiele werden ergänzt durch Marimba, Xylophon oder Vibraphon.


Unsere Instrumente







Querflöte

Spielmannsflöten (auch Trommelpfeifen genannt) sind klappenlose Querflöten, die der militärischen Musiktradition entstammen. Ursprünglich bestanden sie aus Holz, heute überwiegend aus Metall. Das Mundstück entspricht dem der Querflöte, ist jedoch aus Kunststoff. Spielmannsflöten haben sieben Grifflöcher und haben einen Tonumfang von drei Oktaven. Sie werden heute vorwiegend von Spielmannszügen und ähnlichen musiktreibenden Vereinen eingesetzt. Das Flötenregister im traditionellen Spielmannszug besteht aus 4 verschiedenen Modellen von Spielmannsflöten.

   Sopranflöte in Ces
   Alt- (in Fes) und Tenorflöte (in Ces)
   Diskantflöte (in Fes)




   

Kleine Trommel

Dieses Instrument wird teilweise auch als Marschtrommel bezeichnet. Man findet es in der Militärkapelle ebenso wieder, wie bei der Instrumentierung von Schlagzeugen. Wer Rhythmusgefühl besitzt kommt an diesem Instrument nicht vorbei und meist auch nicht mehr davon los.






Große Trommel
Die große Trommel (Pauke) hat im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester keine Schnarrseiten am Resonanzfell. Ansonsten ist ihr Konstruktionsprinzip das gleiche wie bei der kleinen Trommel. Der Durchmesser der großen Trommel kann dagegen bis zu einem Meter betragen. Die große Trommel wird mit einem einzigen Schlägel gespielt, der einen dicken Kopf aus festem Filz aufweist. Meist wird die Pauke zusammen mit einem Beckenpaar geschlagen, so dass die niedrigen Frequenzen der Basstrommel und die extrem hohen der Becken zusammen das rythmische Grundgerüst für die Spielmannszugmusik liefern.






Lyra

Sie hat den Namen von einem alten griechischen Saiteninstrument, das einer Harfe ähnelt. Mit diesem Instrument hat die Lyra allerdings nur die geschwungene Form gemein. Bei der Lyra handelt es sich um ein Glockenspiel mit Klangplatten aus Metall, die klavierartig auf dem Instrument angeordnet sind. Gespielt wird die Lyra mit einem flexiblen Lyrahämmerchen mit einem harten, runden Kunststoffkopf. Mit ihrem hellen glockenartigen Klang ergänzt die Lyra meist die Melodiestimme, spielt jedoch manchmal auch eine spezielle Lyrastimme.






Becken

Ein Beckenpaar besteht aus zwei runden, leicht gewölbten, überdrehten wie gehämmerten Scheiben aus einer Bronzelegierung. Sie werden an jeweils einer Lederschlaufe gehalten, die in der Mitte eines Beckens mit einem speziellen Knoten so befestigt ist, dass das Becken nach dem Anschlag schwingen kann. Der Anschlag erfolgt, indem die beiden Beckenscheiben gegeneinander geschlagen werden. Die Becken werden meist im, Zusammenspiel mit der Pauke eingesetzt, wo sie mit ihrem extrem hohen Klang einen Akzent zu dem Bassklang der großen Trommel setzen.





Tambour-Stab

Dieser lange Stab, mit Metallspitze und Quasten wird vom Stabführer (Tambourmajor) des Spielmannzuges zur Zeichengebung geführt. Am Stab orientieren sich alle Spielleute des Zuges.

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